Alle Neune! Auch Neulandschule wird auseinandergenommen!

5:0 im Cup, 6:0 gegen die Lions und nun bekam Neulandschule von uns 9:0 auf die Mütze. Man könnte sagen, der Auftakt ins Frühjahr ist geglückt. Sieben verschiedene Torschützen zeugen auch von einer unheimlichen Breite in der Offensive.

Der Start in die Begegnung war diesmal wirklich stark. Geduldiges Aufbauspiel, guter Kombinationsfußball, cleveres Verlagern auf die Außen. Vielleicht der beste Start in eine Partie der gesamten Saison – man merkte, dass sich alle vor dem wieder anwesenden Chef-Trainer Meuthen besonders beweisen wollten. Leider konnten wir uns nicht gleich mit einem Tor belohnen. Gegen tiefstehende Gäste war es auch nicht gar so einfach zu Beginn – eine Art Viererkette mit dahinter absichernden Libero brachte doch etwas Stabilität in die Defensive von Neulandschule.

Ibel, Ibel, Pawlowski
Aber es kam glücklicherweise die 20. Minute, in der Ibel das macht, was ein Stürmer eben macht: Legt nicht quer und bringt damit den wild gestikulierenden Mitspieler Havlik zur Verzweiflung, sondern pfeffert selbst auf die Hütte: Naja, reichte für das 1:0. Für die 2:0-Führung brauchte es dann einen leidenschaftlichen Tim „Braveheart“ Baumann. Zuerst erobert er alleinig den Ball und legt mustergültig für Ibel ab. Zwei zu Null. Ein kleiner Genickschlag für die Gäste.

Wiederum nur zehn Minuten später bewies Ibel, dass er selbst auch über ein hervorragendes Auge für den Mitspieler verfügt. Zuerst tankt sich die Nummer sieben über rechts durch, anschließend ein zentimetergenauer Pass auf den Kapitän und Pawlowski besorgt das 3:0. Die Vorentscheidung? Nach dem Pausenpfiff in der Kabine wollte Comeback-Coach Meuthen davon nichts wissen. Mahnte zur Vorsicht und sandte einen Appell an unsere Konzentration. Ein Psychologe der allerfeinsten Sorte.

Groiss macht alles klar
Umgesetzt wurde dies ganz ordentlich, wir ließen uns das Spiel nicht aus der Hand nehmen. Immer wieder war es Ibel, der wie aufgedreht wirkte und seine Gegenspieler schwindlig spielt. Btw: Wir hoffen, dass es dem Kollegen, der sich gegen Ende neben dem Feld übergeben musste, wieder besser geht.

Zu großen Torchancen kamen wir im zweiten Durchgang zunächst nicht. Erst nach einer Stunde erhielt Groiss bei einem Ausflug in das Sturmzentrum den Ball, verstolperte zuerst, setzte aber gut nach. Den in hohem Bogen Richtung Grundlinie fliegenden Ball holte sich Ibel und schoss auf den Kasten. Der Tormann konnte nur kurz abwehren und Groiss stand im Stile eines Klassestürmers beim Abpraller genau richtig. Logische Konsequenz war das 4:0. Nun war das Ding durch.

Die Joker stechen
Brouczek und Ivanov brachten ebenso wie der Pflichtspiel-Debütant Kain frischen Wind ins Spiel. Es waren auch diese drei, die für das 5:0 sorgten: Zuerst spielte Ivanov den unnötigsten No-Look-Pass der Fußballgeschichte auf Kain. Dieser mit einer Flanke, so gefühlvoll wie ein Savage Garden-Song, auf Dodo Brouczek, der herrlichst einnickt und sein erstes Tor nach der Verletzung erzielt. Ein wunderschönes Tor, herrlich herausgespielt!

Thomas vs. Trainer, Folge 27
Mit Hurra-Fußball ging es auch weiter. Thomas Heimer, nebenberuflich Verteidiger, stürmte in den gegnerischen Strafraum und machte nach einem weiteren Traumpass von Ibel das Dutzend voll. Ärgerlich, dass es gerade eine Vorbildperson wie Heimer sein muss, die trotz einer 6:0-Führung den Trainer zur Weißglut treibt: „Mann Thomas! Kannst du mir mal sagen was du da vorne machst? Du bleibst jetzt hinten. Mittellinie ist Maximum.“ Leider befolgte der ständig aufmüpfige Heimer die Anweisung nicht und konnte so kurz darauf auch noch Kopfballgroßchance Nummer 12 vernebeln. Dem großartig cornerkickenden Groiss verging dann auch irgendwann die Laune.

Strafraummonster Havlik
Nebenbei erledigte Ibel noch seinen Job als Goalgetter und erhöhte auf 7:0. Überraschender da schon der Schütze zum achten Tor: Strafraummonster Havlik ließ sich die einmalige Chance, die sich ihm bot, nicht entgehen und krönte eine ganz starke Leistung auch noch mit einem Tor. Bravo Capitano storico! Mit Ivanov rundete ein weiterer Führungsspieler das Ergebnis ab – eher ein Gewuseltor. Er hätte sich zuvor allerdings bereits mit einem wunderbaren Schuss aus der Distanz seine Hütte verdient. Kurz darauf war Schluss, die Zweistelligkeit blieb uns leider verwehrt.

Fazit: Zu meckern bleibt da nicht viel. Nach drei Pflichtspielen im Frühjahr stehen wir bei einem Torverhältnis von 20 zu 0. Allerdings hilft uns das am kommenden Montag beim schweren Auswärtsmatch bei Inter Leopoldau relativ wenig. Da geht es wieder bei null los und wir müssen so wie gegen Neulandschule und die Lions unsere Leistung zu hundert Prozent abrufen, sonst wird das nix.

 

DSG LIGA | 13. Runde | 13.03.2017
SC Cover-Direct : Neulandschule  9:0 (3:0)
WAF Gruabn

SCCD spielte mit: Bielowski; Salas Campos (67., Kain), Heimer, Kasmannhuber, Spinka (55., Ivanov); Rome (55., Brouczek), Pawlowski, Havlik; Groiss, Ibel, Baumann.

Torfolge:
1:0: Caspar Ibel (21.)
2:0: Caspar Ibel (32.)
3:0: Johannes Pawlowski (41.)
4:0: Florian Groiss (60.)
5:0: Dominik Brouczek (71.)
6:0: Thomas Heimer (75.)
7:0: Caspar Ibel (78.)
8:0: Philipp Havlik (83.)
9:0: Mario Ivanov (86.)

WFV-Spielbericht

PS: Dem Autor tut es im Herzen weh, dass er nicht alle Spieler gebührend loben kann. Jeder hat heute seine Leistung abgerufen und es war von jedem einzelnen eine wirklich sehr starke Leistung. Besonders erfreulich, dass die Konzentration über 90 Minuten aufrecht gehalten wurde.

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