„Also in Österreich kann das Endziel nur Cover heißen“

Die Redaktion traf den neuen Trainer des SC Cover-Direct, Mario Ivanov (23), im herrlichen Cafe Benno und befragte ihn über seine Motivation, den geilsten Klub der Welt zu trainieren, seine Spielphilosophie, die Neuzugänge und natürlich seine Zielen in der kommenden Saison.

 

Sehr geehrter Herr Ivanov, Sie übernehmen mit Saisonbeginn die Mannschaft des SC Cover-Direct. Die Mannschaft gilt als schwer trainierbar, daher darf die Frage erlaubt sein: Was war Ihre Motivation, in Anbetracht dieser schwierigen Situation, das Team zu übernehmen?

Zunächst ist meine Motivation für den Verein alles zu geben in den letzten Jahren sehr gewachsen. Vor allem das Trainerteam der letzten Saison hat mich nochmals gepusht und ich bin jetzt bereit, mich für den Verein sozusagen aufzuopfern – nicht nur sportlich. Das Traineramt ist dahingehend nichts weiter als der nächste logische Schritt und ich habe mir gedacht: Warum eigentlich nicht? Wieso nicht noch mehr Verantwortung übernehmen neben dem Posten als Vize-Kapitän? Grundsätzlich bin ich ohnehin der eigentliche Kapitän, weil der „gewählte“ Captain ist ja ohnehin sechs Monate im Jahr nicht da.

Zurück zum Trainerposten: Ich behaupte von mir, ein bisschen was vom Fußball zu verstehen und hoffe, dass ich mit meinen Ideen der Mannschaft helfen kann.

Sie sind ja auch Spieler, werden also eine Doppelfunktion einnehmen. Hat Ihre Berufung zum Chef-Trainer Auswirkungen auf den Spieler Mario Ivanov?

Ein Punkt der in diesem Zusammenhang angesprochen werden muss: Nur weil ich nun Trainer bin, heißt das nicht, dass ich mich selbst automatisch aufstelle. Wenngleich natürlich sehr viel für mich spricht in der Starting-Eleven.

Ich habe ja einen gleichwertigen Co-Trainer an meiner Seite und wir werden es so handhaben wie jeder andere Trainer der Welt: Wer schlecht spielt, sitzt auf der Bank – das gilt für alle.

Sie nehmen meine Fragen vorweg und haben bereits Ihren Nebenmann, Herrn Meuthen, erwähnt. Wie ist das Verhältnis zu ihm? Wo gibt es Reibungspunkte? Ist alles harmonisch?

Wir verstehen uns sehr gut, privat wie auf dem Platz. Er ist durchaus auch einer derjenigen in der Mannschaft, mit dem ich hin und wieder abseits des Platzes was unternehme.

Am Platz verbindet uns eine besondere Chemie – manche nennen es auch Magie. Als zentraler Mittelfeldspieler ist es schön, jemanden mit solchen Laufwegen in der Spitze zu haben. Und ich denke, dass wir auch als Trainer-Duo harmonieren werden.

Kommen wir zu Ihrer Fußballphilosophie, gibt es die? Haben Sie eine Vorliebe für eine Art und Weise Fußball zu spielen?

Ich bin überzeugt davon, dass wir fußballerisch mitunter die beste Mannschaft in der Liga sind. Jetzt liegt es an mir und Herrn Meuthen, eine Team-Chemie zu schaffen, die sich in guten Leistungen und Ergebnissen wiederspiegelt.

Ich will  auf alle Fälle offensiv spielen, ich will viele Tore schießen. Ich will, dass die Gegner Angst haben, wenn Sie in die Gruam kommen, weil sie wissen, dass es gegen die beste Mannschaft der Liga geht. Und ich will nicht, dass die gegnerischen Teams zu uns in die Gruam kommen und denken: „Da geht was.“ Weil es wird nix gehen, das müssen die Gegner wissen.

Formationsmäßig bin ich ein Fan vom 4-3-3, das unserem 4-2-3-1 der erfolgreichen Jahre sehr ähnelt. Aber ich muss auch erstmal abwarten, wie die neuen Spieler drauf sind, da werden die ersten Trainings sicher Aufschluss geben.

Da sind wir auch gleich beim Thema: Der Kader. Der Verein war ja sehr aktiv über den Sommer und kann einige Neuverpflichtungen verzeichnen – wobei Sie laut Eigenaussage wenig Mitspracherecht bei den Transfers hatten. Wie zufrieden sind Sie mit dem Spielermaterial und speziell mit den Zugängen?

Die Neuerwerbungen wurden alle recht spät verpflichtet, was aber jetzt nicht heißen soll, dass das panic-buys waren. Den einen oder anderen habe ich bereits spielen sehen, einen Diego beispielsweise: Der hat mir sehr gut gefallen. Die anderen kenn ich noch nicht so gut, einen Caspar vielleicht mit Abstrichen, der mir in einem Probetraining in der Vorsaison als Gegenspieler sehr viel abverlangt hat.

Wie und wo die Spieler sich positionsmäßig einfügen, das werden dann die ersten Trainings und natürlich speziell das Trainingslager zeigen. Ein wichtiger Punkt, der bei neuen Spieler oftmals vergessen wird, ist, dass sich der Konkurrenzkampf erhöht und somit hoffentlich auch ältere, etablierte Spieler wieder neue Motivation finden.

Großes Thema ist ja immer der Platz zwischen den Pfosten, wenn man zwei gleichwertige Tormänner hat. Haben Sie sich schon entschieden, gibt es eine fixe Nummer 1?

Fixe Nummer eins gibt es keine – auch das werden die Trainings und Spiele zeigen.

Sehen Sie Ihre Trainerstation bei Cover als Zwischenschritt oder als finale Aufgabe in Ihrer Karriere?

Also in Österreich kann das Endziel nur Cover heißen. Wenn Manchester United an die Tür klopft, werde ich etwas grübeln, aber fix is nix.

Was sind die Ziele in dieser Saison? Wo wollen Sie am Ende der Saison stehen, damit sie zufrieden sind?

Die Ziele sind ganz klar: Meistertitel und Cupsieg. Das sind die zwei Ziele, da gibt es überhaupt nichts zu diskutieren.

Alt oder jung – setzen Sie auf die Routiniers oder auf junge Spieler? Wollen Sie eventuell Talente aus dem eigenen Nachwuchs hochziehen?

Naja, ich bin ja selbst noch junger Nachwuchsspieler und setze daher verstärkt auf frische Talente. Wir haben ja ein gerade 20 Jahre gewordenes Wunderkind aus Deutschland verpflichtet. Solche Spieler zu formen ist natürlich eine spannende, aber auch verantwortungsvolle Aufgabe.

Ich glaube aber generell, dass es auf eine gute Mischung aus Jugend und Routine ankommt. Nur junge Spieler sind vielleicht zu übermotiviert und nur alte Spieler sind einfach alt.

Was werden Sie in Ihrer ersten Cover-Saison besser machen als Ihr Vorgänger?

Mein Vorgänger ist stets mit einer hohen Motivation und viel Enthusiasmus an die Sache herangegangen, das wird schwer zu überbieten sein. Aber ich werde es versuchen, ähnlichen Esprit zu versprühen. Ob das erfolgreich ist und sich auf die Mannschaftsleistung auswirkt, werden wir dann sehen.

Wir hatten ja, vor allem personell bedingt, sportliche Probleme. Ich hoffe, dass diverse Rückkehrer aus den Auslandssemestern uns hier wieder etwas Auftrieb verleihen und sich die Personalsituation alles in allem entspannt.

Ihr Vorbild als Trainer?

Sir Alex Ferguson

Und zum Abschluss noch einen Satz an die Fans.

Wir werden heuer Meister und Cupsieger!

Vielen Dank für das Interview und eine erfolgreiche Saison!

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