Cover zieht nach Fight ins Halbfinale des DSG-Cups ein!

Dienstagabend, Primetime, SV Essling-Platz! Klar, das kann nur eines heißen: DSG-Cup Viertelfinale! Der SC Cover-Direct empfing als Heimmannschaft zur Abwechslung mal im tiefen 22. Wiener Gemeindebezirk die Wiener Virtuosen. Das Turnier, von dem man sich heuer so viel verspricht, ging also in die nächste Runde. Gestärkt durch die zweiwöchige Osterpause und motiviert, die fast erschreckende Siegesserie fortzusetzen, ging der SCCD mit einer sehr starken Mannschaft in die Partie. Wie vor jedem Spiel heizte das Trainerduo dem Team in der Kabine noch richtig ein um jedem die Bedeutung des Spiels nochmal ganz klar zu machen.

Und so starteten wir top motiviert in eines der bisher wichtigsten Spiele der Saison. Schnell merkte man, dass es an diesem Abend ein großes Stück Arbeit erfordern würde, um als Sieger vom Platz zu gehen. Die weltuntergangsähnlichen Wetterbedingungen, gepaart mit dem doch sehr engen Feld, erlaubten es nur schwer das gewohnte Kombinationsspiel aufzuziehen und den Gegner in heuer gewohnter Art und Weise zu dominieren. So dauerte es rund 10 Minuten, bis man sich an die Umstände gewöhnte und die richtige Herangehensweise für eine solche Partie fand. Schnell umschalten und mit Nadelstichen in die Spitze den Gegner ärgern. Nach 11 Minuten gingen wir auch gleich durch die erste nennenswerte Aktion in Führung. Ivanov schnappt sich im Mittelfeld einen dieser so wichtigen zweiten Bälle, schaltet schnell und schickt Krüger gleich mal auf die Reise in den gegnerischen Strafraum. Dieser lässt sich solche Chancen bekanntlich ungern entgehen und verwertet eiskalt mit Links ins lange untere Eck.

Effektiver Start und schneller Gegenschlag

Es folgten die besten 20 Minuten im Spiel des SC Cover-Direct. Man kontrollierte das Mittelfeld und fand die absolut richtige Taktik für eine solche Partie. Wenige Minuten nach dem Führungstreffer erneut Grund zum Jubeln. Freistoß Ivanov aus dem Halbfeld, Dodo Brouczek steigt am höchsten und schießt zum 2:0 ein. So kann es weitergehen! Erneut nur 3 Minuten später: Kapitän Pawlowski fängt einen Klärungsversuch des gegnerischen Verteidigers ab und schiebt die Haut eiskalt ins lange Eck. Richtig stark! Zu diesem Zeitpunkt des Spiels hatte man das Gefühl, dass wir den Gegner gebrochen hatten und wohl problemlos und ohne große Gegenwehr ins Halbfinale einziehen würden. Doch der Fußball ist unberechenbar. Deshalb lieben wir ihn auch so sehr! Erneut nur wenige Augenblicke nach dem 3:0 gelang den Gästen aus dem Nichts ihr erster Treffer der Partie. Einen schönen Distanzschuss von Weinzettl konnte Keeper Billy nicht mehr erreichen und so stand es doch recht überraschend 3:1. Die wohl hektischste Phase des Spiels sollte folgen, in der sich deutlich die Nervosität in das bisher sehr routinierte Spiel des Gastgebers einschlich. Auch der an diesem Abend sehr kleinlich pfeifende Schiedsrichter half uns in vielen Aktionen nicht, wieder die Ruhe in unser Spiel zu bringen. Es folgte eine Vielzahl an Freistößen aus dem Halbfeld, die aufgrund des nassen Balles und des sehr kurzen Platzes alle extrem gefährlich waren. Und so kam es wie es kommen musste. Einer dieser besagten Freistöße von der Mittellinie fand Kohlmann, der per Kopf auf 3:2 verkürzte. Man spürte den Schub, den dieser Treffer dem Gegner verlieh. Nun hieß es für den SCCD das Resultat in die Pause mitzunehmen und in Hälfte zwei wieder zurück in die Spur zu finden. Dies gelang auch und so ging man, auch wenn sich dies nicht so anfühlte, mit der Führung im Rücken in die Kabine.

Ibel kommt vom Flughafen und trifft

Dort führte das Trainerduo Ivanov-Meuthen gleich einige taktische Änderungen durch. Aus dem 4-1-4-1, welches auf diesem Platz nicht in gewohnter Weise gespielt werden konnte, wurde ein 4-2-3-1. Ibel sollte wenige Minuten nach Wiederanpfiff das Spielfeld betreten (er kam direkt vom Flughafen) und frischen Wind in der Offensive bringen. Und die Vorgaben trugen gleich Früchte. Die Mannschaft wirkte wieder etwas munterer, man übernahm im Mittelfeld wieder die Oberhand und vermied zunehmend unnötige Fouls in der eigenen Hälfte. Der Gegner fand so kaum noch Chancen vor. Im Gegenteil. Wir hatten selbst einige Male die Entscheidung auf dem Fuß, scheiterten jedoch entweder am gegnerischen Tormann oder an dem nötigen Quäntchen Glück. So mussten wir uns bis zur 80. Minute gedulden, ehe wir endlich den Sack zumachen konnten. Erneut war es Ivanov, der den Ball im Mittelfeld eroberte und mit einem Pass Ibel vor dem Tor freispielte. Dieser wird vom Gegenspieler zu Boden gezerrt, spitzelt den Ball jedoch noch am Tormann vorbei ins lange Eck. Kurze Zeit war nicht klar, ob der Pfiff des Schiedsrichters dem Foul an unserem Sturmjuwel galt, oder das Tor doch gegeben wurde. Schlussendlich durften wir das 4:2 bejubeln. Somit war der Drops gelutscht. Den Virtuosen fiel in der Schlussphase nichts mehr ein, um unsere Defensive in Bedrängnis zu bringen und so erlöste uns der Schiedsrichter pünktlich und wir standen endlich im Halbfinale.

Fazit:

Es war der erwartet schwere Kampf gegen sehr motivierte Virtuosen. Wir konnten zwar spielerisch nicht überzeugen und den Fußball spielen, für den wir in diesem Jahr so gefürchtet werden, doch die Umstände erlaubten dies an diesem Dienstagabend einfach nicht. So muss man der gesamten Mannschaft Respekt zollen, in einer so hart umkämpften Partie die Ruhe bewahrt zu haben, trotz des Spielverlaufs der ersten Halbzeit, in Hälfte zwei die absolut richtige Herangehensweise gewählt und die nötige Routine an den Tag gelegt zu haben. Chapeau!
Es folgt nun das Halbfinale, in dem man auf den Sieger aus der Partie Ebu Hanife Wien vs. Magic Unicorns trifft. Ein Schritt ist es noch bis zum ersehnten Endspiel im Wiener Ernst Happel Stadion!
COME ON COVER!!!! #roadtohappel #ggsccd

DSG-Cup | Viertelfinale | 18.4.2017
SC Cover-Direct vs. Wiener Virtuosen 4:2 (3:2)
Sportplatz Essling

SCCD spielte mit: Bielowski; Salas Campos, Heimer, Kasmannhuber, Seidl (78. Brandstetter); Ivanov; Brouczek (71. Kain), Havlik (53. Ibel), Pawlowski, Meuthen; Krüger.

Torfolge:
1:0: Oliver Krüger (11.)
2:0: Dominik Brouczek (17.)
3:0: Johannes Pawlowski (20.)
3:1: Johannes Weinzettl (27.)
3:2: Frederick Kohlmann (31.)
4:2: Caspar Ibel (80.)

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