Die Liga zittert: Lions werden zum Frühjahrsauftakt mit 6:0 zerlegt!

Der Herbstmeister meldet sich eindrucksvoll im Ligabetrieb zurück! Auswärts werden die Lions mit 6:0 besiegt. Noch erfreulicher als der Kantersieg ist allerdings die Rückkehr von Dodo Brouczek: In der 70. Minute wurde er für Caspar eingewechselt und feierte nach langer Verletzungspause sein Pflichtspiel-Comeback. Geile Sache!

Dass die Lions dem Spielstand entsprechend ohne Chance waren, kann so nicht gesagt werden. Die Gastgeber fanden wesentlich besser ins Spiel und dominierten klar die Anfangsphase. Wie seit Jahren kurbelte das Duo Xandl-Stevie (Klarnamen sind der Redaktion bekannt) das Spiel der Lions an. Fußball auf technisch höchstem Niveau dieser beiden Herren. Und wir? Standen in den ersten 20 Minuten einfach zu weit weg, präsentierten uns total schläfrig. Das Gekicke erinnerte an grandiose Sonntagnachmittag-Auftritte bei der Alxingergasse. Oder an Hallenturniere gegen die Brillos. Naja.

Die Führung befreite
Wir mussten uns zunächst auf das Zusammenspiel von Caspar und Oli verlassen. Diese beiden nahmen das Heft in die Hand und rissen mit ihrer Einsatzbereitschaft den Rest des Teams mit. Wirklich das geilste deutsche Duett seit Thomas Anders und Dieter Bohlen. Nach Traumpass von Mario besorgte dann auch Caspar mit einer starken Aktion in Minute 22 das 1:0. Eigentlich etwas entgegen den Spielverlauf. Bei diesem ersten Treffer wurde auch die größte Schwäche der Lions offenkundig: Defensives Umschaltspiel. Gewannen wir im Zentrum Bälle und konnten diese schnell nach vorne spielen, war es ein Leichtes zu gefährlichen Aktionen zu kommen.

So auch fünf Minuten später: Nur sehr dezent wurde die gegnerische Abwehr angepresst. Das reichte um einen unkontrollierten und viel zu kurzen Befreiungsschlag zu erzwingen. Oli stoppt ihn sich mit der Brust und knallt die Frucht einfach mal aus 40 Metern Richtung Tor. Der Goalie kann nur kurz abklatschen, da kommt auch schon Chri „Mr. Stürmerinstinkt“ Brandstetter angerauscht und versenkt die Kugel zum 2:0 nach 27 Minuten. Für ihn eine Extra-Motivation, die ihn zu einer starken Leistung anspornte.

Drei schnelle Treffer als Knackpunkt
Und wieder nur sechs Minuten später: Oli Krüger mit dem 3:0. Wiederum war eine tolle Vorarbeit (Caspar) Ausgangspunkt für ein Tor. Jetzt waren die Lions etwas geknickt und sehnten den Halbzeitpfiff herbei. Der kam dann auch, ohne dass noch etwas Nennenswertes passierte. In der Kabine wappneten wir uns auf Durchgang zwei und erwarteten bissige Löwen, die es nochmal wissen wollten.

Trocken heimgespielt
Doch ein Mann machte dem Vorhaben einen gewaltigen Strich durch die Rechnung: Oli Krüger. Der Mann spulte allein zwischen Wiederanpfiff und Minute 52 drei Kilometer runter. Ein Hammer. Der verdiente Lohn: Sein zweiter Treffer zum 4:0 nach Idealvorlage von Caspar. Letztgenannter dribbelte im Übrigen in der 52. Minute unter Begleitschutz der gegnerischen Abwehr über die linke Seite zum 5:0. Das halbe Dutzend machte dann noch Mario Capitanov voll: Anstatt den völlig freistehenden Mitspieler zu bedienen, überhob er überheblich den Keeper. Naja, immerhin ging es auf und es stand 6:0. Auch hier der verdiente Lohn einer tollen Vorstellung im Zentralverbund mit Phil Havlik.

Von den Gastgebern war dann nicht mehr allzu viel zu sehen, außer ein paar ruppigen Fouls muss man sagen. Braucht eine so starke Truppe eigentlich nicht. Leider ließen wir uns etwas provozieren und behielten nicht alle Nerven. Braucht es auch nicht. Dann war aber Ende. Die letzte halbe Stunde fällt unter die Kategorie „da war die Luft auf beiden Seiten draußen“.

Fazit: Der Sieg geht schon in Ordnung, die Höhe schlussendlich auch, wenngleich der Spielverlauf äußerst glücklich zu unseren Gunsten verlief. In den ersten 20 Minuten zeigten die Löwen, was in ihnen steckt. Wir ließen uns davon aber nicht aus dem Konzept bringen und nutzten Fehler in der gegnerischen Defensive schamlos aus. Von den schnellen drei Treffern konnten sich die Lions dann nicht mehr erholen, weshalb die Partie gegen Ende etwas an Prickel-Erlebnis verlor. Nichtsdestotrotz haben wir das sauber zu Ende gespielt und hinten stand die Null. Auch das ist wichtig und zeugt von Klasse im Defensivbereich, der mit Thomas einen echten Leitwolf hat. Denn auch wenn sich ein 6:0 nach einer einfach Sache anhört, da gehört schon eine starke Teamleistung dazu.

Vienna Lions : SC Cover-Direct  0:6 (0:3)
Wienerberg

SCCD spielte mit: Bielowski; Salas Campos, Heimer, Kasmannhuber, Baumann; Ivanov, Havlik; Groiss (61., Drechsler), Krüger, Brandstetter; Ibel (70., Brouczek)

Torfolge:
0:1: Caspar Ibel (22.)
0:2: Christian Brandstetter (27.)
0:3: Oliver Krüger (33.)
0:4: Oliver Krüger (49.)
0:5: Caspar Ibel (52.)
0:6: Mario Ivanov (58.)

WFV-Spielbericht

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