Ein Fußballfest zum Auftakt: 4:1-Heimsieg gegen die Lions!

Das erste Saisonspiel kann sich mitunter sehr schwierig gestalten. Doch diesmal lief fast alles wie am Schnürchen und es wurde ein Einstand nach Maß. Mit einem auch in dieser Höhe verdienten Erfolg gegen die Lions lassen wir zufrieden Spieltag #1 hinter uns!

Motiviert und siegesgewiss trafen wir uns zum ersten Saisonspiel in der Gruam. Es folgte eine feurige Ansprache unseres neuen Trainer-Duos Meuthanov inklusiver taktischer Feinjustiereungen, sowie die Erkenntnis, dass ein Fußballfeld in Drittel aufgeteilt ist. Die Umsetzung verlief trotz der gewohnt fragenden Gesichter in der Kabine durchaus erfolgreich: Gleich von Beginn weg ließen wir keine Zweifel daran aufkommen, wer heute hier drei Punkte holen wird. Die Lions wurden ständig unter Druck gesetzt und am geordneten Spielaufbau gehindert.

Allerdings verfügen die Gäste über herausragende Spieler. Captain und Leitlöwe Alexander Loulas befreite seine Defensive stets aus Drucksituationen und leitete im Verbund mit dem sehr spielfreudigen Stefan Dolejsi immer wieder gefährliche Angriffe ein – diese Achse konnten wir nicht vollständig neutralisiere. Über die Gefährlichkeit der Offensive braucht man bei den Lions ohnehin nicht diskutieren: Spiegelfeld und Beyer schossen in der Vorsaison 37 der insgesamt 69 Löwen-Tore!

Doch unsere Defensive um die sensationell starken Seidl & Leutgöb, wusste sich an diesem Tag zu wehren und ließ selten was anbrennen. Vorne agierten wir durchschlagskräftiger als in der gesamten Vorsaison, wenngleich die ganz großen Sitzer anfangs nicht dabei waren.

Dann allerdings die 20. Minute und ein genialer Lochpass von Sturmspitze Meuthen auf den flinken Flügel Brandstetter. Dieser (übrigens auch mit einem besonders starken Tag!) läuft alleine auf den Gästekeeper zu und macht souverän das 1:0. YES, that’s the way i like it!

Im weiteren Verlauf hatten wir die Partie unter Kontrolle, hätten eventuell durch Havlik sogar auf 2:0 erhöhen können. Doch die Nerven versagten dem gelernten Defensivmann. So blieb es knapp und es kam, was kommen musste, wenn wir gut spielen und mit 1:0 in Führung gehen: Der Ausgleich. Ausgangspunkt war ein langer Ball aus der Lions-Hintermannschaft. Dann unterliefen uns einige Fehler, die konsequenterweise zu einem Gegentor führten. An der Mittelauflage wurde das Kopfballduell verloren, die Hereingabe vom Flügel konnte nicht verhindert werden und Groiss verlor aufgrund falschen Stellungsspiels und mangelnden Speeds das Laufduell gegen Beyer. Dieser schloss relativ humorlos ab, keine Chance für Billy im Gehäuse. Etwas getrübt aufgrund dieses unnötigen Ausgleichs ging es in die Pause.

Mit dem Wiederanpfiff schlossen wir an die Hochphase unserer Spielkultur aus dem ersten Durchgang an. Gefälliges Kombinationsspiel und eine gefährliche Offensive scheinen heuer unsere wiederentdeckten Tugenden zu sein. Ein guter Ball auf Ivanov ließ den Gäste-Keeper zu einem vielleicht nicht ganz notwendigen Ausflug verleiten, den unser bulgarisches Schlitzohr mit einem gefühlvollen Heber bestrafte. 2:1, die erneute Führung in Minute 51 durch ein Traumtor unseres Kapitäns!

Dann ging es Schlag auf Schlag: Nur Sekunden nach der Führung brachten die Lions in einem Strafraumgestocher den Ball nicht über die Linie und wir konnten mit viel Glück einen Gegentreffer verhindern. Wie der Ball doch nicht im Tor landete, weiß niemand so wirklich genau. Im nach dem folgenden Corner schnell gespielten Konter (super mitgedacht und antizipiert von Billy!) dribbelte Ivanov über das halbe Feld und schickte Meuthen in das Gässchen, der im Stile eines Klassestürmers nur zwei Minuten nach dem 2:1 die Führung ausbaute. Das obligatorische Gurkerl beim Goalie ließ er diesmal aus, vielleicht hat er seinen jugendlichen Leichtsinn über den Sommer ja tatsächlich abgelegt.

Damit war die Gegenwehr der Gäste etwas gebrochen und wir zogen ein schönes Kombinationsspiel auf, mit viel Phantasie konnte man sogar eine eigenwillige Variante des Tiki-Taka-Spiels vernehmen. Glänzend in dieser Phase die Strippenzieher im Mittelfeld: Rome und Havlik, die einen guten Tag erwischten. Auch die zahlreichen Wechsel taten unserem Spielfluss keinen Abbruch, ganz im Gegenteil, Krüger, Ostrozlik und Brouczek belebten die Offensive mit neuen Impulsen, während Hellein die Defensive stabilisierte. Ausgewechselt wurde unter anderem auch Neuverpflichtung Diego: Die Presse reagierte schon bei Bekanntgabe des Wechsels euphorisch, spricht nun von einem echten Sensationstransfer. Endlich konnte der Cover-Präsident seinen langersehnten mexikanischen Rohdiamanten an Land ziehen.

25 Minuten vor dem Ende trug sich auch noch Heimkehrer Brouczek in die Torschützenliste ein und fixierte den Endstand von 4:1. Es war sein erstes Tor seit dem 16. November 2015 (Exakt 300 Tage) und er hätte durchaus noch das eine oder andere nachlegen können. Doch was will man schon großartig erwarten von einem Typen, der in vier Jahren DSG-Fußball schlappe 108 Tore erzielte.

Einen üblen Wermutstropfen gab es allerdings auch noch: Pete musste kurz vor Ende nach unfassbarer Leistung humpelnd das Feld verlassen. Wir hoffen, dass es doch nichts Ernsthafteres ist.

Fazit: Einer der Knackpunkte des Spiels war sicher die vergebene Lions-Chance in Minute 52. Schaffen die Gäste hier den Ausgleich, geht die Partie in eine spannende Schlussphase. So stand es kurz danach 3:1 und wir spielten die Zeit sehr routiniert runter. Die Coaches waren zufrieden, die Spieler glücklich und auch die Fans hatten Gelegenheit zu jubeln. So macht Fußball richtig viel Spaß – weiter so Burschen! Nächste Woche wartet mit der Auswärtspartie bei der Neulandschule bereits der nächste schwierige Brocken…

SC Cover-Direct vs. Vienna Lions 4:1 (1:1)
WAF Gruabn, 1200 Wien
SCCD spielte mit:
Bielowski; Groiss (56. Hellein), Seidl, Leutgöb, Sniesko; Rome, Havlik, Ivanov (56. Krüger), Salas Campos (67. Ostrozlik), Meuthen (67. Brouczek), Brandstetter.
Unsere Besten: Mag. Pauschallob
Tore SCCD:
1:0 Brandstetter
2:1 Ivanov
3:1 Meuthen
4:1 Brouczek

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