Es klappt auch in der Gruam – souveränes 3:0 vs Westside

„Revanche“ war das Motto des ersten Heimspiels im Frühjahr, denn gegen die Sektion Westside war man im Hinspiel mit 0:4 gewaltig unter die Räder gekommen.

Entsprechend bissig starteten wir in die Partie. Am Spielfeldrand gab der aufgrund zu langer Karnevalsfeiern noch immer pausierende Danny M den Ton an. Funktionierte prächtig: bereits ganz früh im Spiel fanden wir einige Chancen vor und dominierten das Geschehen. Der Lohn schon nach nur zehn Minuten: Erik nimmt souverän den Gegenspieler als Bande mit und schiebt trocken zum 1:0 ein. Lässiges Tor und schnelle Führung. Wie man es sich wünscht.

Are we human or are we dancer?
Danach kamen wir Stück für Stück etwas aus dem Spiel. Das lag auch am Gegner, auf dessen provozierende Art wir dümmlicherweise (aber menschlich durchaus nachvollziehbar) voll ansprangen und uns so aus der Konzentration bringen ließen. Heißer Tipp an alle Gegner: das funktioniert gegen uns immer. Zusätzliche Verwirrung stiftete zudem ein vermeintlicher Platzsturm eines Gäste-Fans. Wie sich jedoch herausstellte, war es nur der elfte Spieler von Westside, der berechtigterweise das Spielfeld betreten hatte.

No Zuckersdorfer, no VAR
Nun denn. Angepeitscht vom, wie immer wenn Westside gastiert, stimmgewaltigen Away-Support, knöpften uns die Gäste ein wenig die Schneid ab. Ein Tor für die Gäste nach einem Eckball wurde nicht gegeben, Jakob Stocker agierte zu ungeschickt – nachdem er sich bereits zuvor ins Visier des Schiedsrichters motschgerte. Auf der anderen Seite vergaben wir eifrig Chancen und ein Elfmeter wurde nach glasklarem Foul an Ethienne nicht gegeben. Da der VAR in der DSG aufgrund der Pensionierung von Frau Zuckersdorfer doch erst 2020 kommt, ging es mit einem für beide Teams irgendwie verdienten aber glücklichen 1:0 in die Pause.

Destiny is calling me
Den besseren Start in Durchgang 2 hatten dann wieder wir. Doch wollte der Ball, trotz hochkarätiger Chancen, einfach nicht zum 2:0 einschlagen. So gab es immer wieder gute Konterchancen für Westside. Max im Tor hielt aber die 0 fest. Gerüchten zufolge hat er in den vielen Minuten des Wartens auf Gegner-Angriffe 37 tschick gewuzelt und vier mal den letzten Spielbericht gelesen. Nach dem Match bezog er zu den Vorwürfen Stellung: „Man muss am Feld die Sachen nachholen, zu denen man während der Arbeitszeit nicht kommt.“

Erlösend dann die Minute 76: Michael „Mr. Brightside“ Sauer tänzelte… achso, nein, tankte sich in den Strafraum und wurde mit einem Trikotzupfer am Torabschluss gehindert. „Kein böses Foul, Elfmeter allemal gerechtfertigt“, gab er zu später Stunde aus dem Cafe Benno wankend nach dem siebten Hollunder Soda zu Protokoll. Humorlos verwandelte Ethienne den fälligen Strafstoß zum 2:0 ins Netz.

Oh Joey P, I don’t shine if you don’t shine
Das Highlight des Abends wie immer kurz vor Ende: Wunderbare Ecke unseres Kapitäns Mario I und in der Mitte steigt Joe P hoch hinauf wie einst Mila Ayuhara. Am höchsten Luftstand eine perfekte Kopfballbewegung und der Ball kracht unhaltbar ins Gehäuse. Beautiful header! 3:0, danke! Und: Dies war Pflichtspiel-Tor Nummer 100 für Joe P! Absoluter Wahnsinn, dieser Kerl ist eine absolute Legende!

Zwischendrin durfte auch Neuzugang Constantin Henriksen Liga-Luft schnuppern – wir gratulieren zum gelungenen Debüt und sind uns sicher, dass hier auch bald die 100-Tore-Marke fallen wird. Bis dahin sollte der arme Bub auch ordentliche Trainingsutensielien erhalten haben.

 

Fazit: Westside unabsteigbar? Schwierig zu beantworten. Die Klasse für einen Ligaerhalt haben sie auf alle Fälle, jetzt gilt es, diese auch in Punkte umzumünzen. Spielerisch könnten sie ja eigentlich auch mehr, das lange Ballgedräsche (von Fußballromantikern meist als Kick and Rush schöngeredet) erinnert schon frappant an die Vienna Internationals – die, das muss man fairerweise dazu sagen, auf der Insel halt auch so sozialisiert wurden.

Wir hingegen müssen einfach nur Fußballspielen und uns auf uns selbst konzentrieren. Dann können wir in dieser Liga absolut jeden schlagen. Noch neun Spiele bis zum Meistertitel, ab jetzt wird jedes Match ein Endspiel. Nächstes Spiel: Sonntag, 17.3., um 16 Uhr gegen Josefstadt. Am Platz von LAC Inter (3. Bezirk).

 

 

SCCD spielte mit
T             Maximilian Ostermann
05          Tobias Steinbach
06          Johannes Pawlowski
08          Philipp Havlik
09          Michael Sauer
10          Dominik Brouczek (64.: Peter Sniesko)
13          Erik Muckenschnabel (83.: Burak Caliskan)
15          Florian Groiss
16          Etienne Kästner (83.: Constantin Henriksen)
18          Sinisa Dukic
23          Mario Ivanov (K)

 

Tore
1:0: Erik Muckenschnabel (10.)
2:0: Etienne Kästner (Strafst., 76.)
3:0: Johannes Pawlowski (85.)

WFV-Bericht

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