Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß

Nach dem fulminanten Auftakt gegen die Spice Balls, folgte im 2. Saisonspiel gleich der standesgemäße Dämpfer: Mit einem 0:4 gingen wir eher unter und mussten leidvoll in Erfahrung bringen, dass der angepeilte Weg in Richtung Rathaus, tja, dieser Weg wird steinig und schwer.

Die ganze Woche über kratzte man aufgrund eines akuten Engpasses Leute aus allen Ecken des Landes zusammen um eine solide Elf zu stellen. Entschlossen standen die Wölfe am Feld und gaben vereinzelt noch letzte Stoßgebete ab – der Kapitän des Tages versuchte es mal mit einer anderen Motivationsansprache:

„Lasst uns groß werden wie ein Heer, wie ein Heer
Seht gut zu wie uns geschieht
Du zeigst uns die Wege
Du führtest uns aus dem Tal
Erhör‘ die Gebete
20.000 Mal“

Berliner Jungs
Pünktlich um 19:01 folgte dann der Startschuss zum Match. Wer sich jetzt fragt „warum eigentlich diese eine Minute?“ dem sei geholfen: Der Großteil der Spieler der Sektion Westside ist Teil der aktiven Fanszene des SC Westend 1901 aus Berlin-Charlottenburg. Daher auch Sektion Westside. Und, wie viele jetzt vermuten, dieser SC Westend wurde 1901 gegründet. Die Anstoßzeit also eine Hommage an den Verein der Kreisliga A Berlin. Hätten wir das auch endlich mal geklärt.

Zwei ziemlich idente Tore
Nun gut, Berlin ist ganz weit weg. Das Hier und Jetzt heißt Vösendorf. Wir sind 20.000 Meilen über dem Meer. Zumindest gefühlt. Jedenfalls ganz andere Luft als im herrlichen 20. Bezirk. Beflügelt von dieser frischen Landluft waren wir jedenfalls nicht, einer der beiden Stoissers netzte uns gleich in Minute sechs das 1:0 rein. Angriff über unsere rechte Abwehrseite, Stangler, bumm zack – 1:0. Da freuten sich die Gastgeber und nicht nur Alexander Spassov (name of the match!) hatte was zu lachen.

Im Anschluss an die frühe Führung dann eine maue Partie. Coach Ivanov (gesperrt und/oder verletzt) auf der Seite suchte verzweifelt nach Optionen in das Spiel einzugreifen. Außer einer umherlaufenden Feldmaus war da aber nichts auf der Bank. So mussten wir kurz vor der Pause noch das 0:2 über uns ergehen lassen. Dominik Kofranek heißt der Spaßvogel, der uns mit einem schönen Kopfball Bude #2 einschenkte.

Danach unterbrach der Schiri das Treiben für eine entspannte Halbzeitpause. Der Unparteiische musste einen seiner Linienrichter gar von der verfrühten Heimreise abhalten, der dachte DSG-Spiele dauern nur 45 Minuten. Mit einem „Wo willst du hin? Denn es macht jetzt keinen Sinn fortzugehen.“ konnte er ihn noch vom Bleiben überzeugen.

Halbzeit zwei
Auf dem naturgrünen Rasen taten wir uns aber auch nach Wiederbeginn schwer und eine Folge unseres Kampfes mit uns selbst war das dritte Tor für die Blau-Gelben. Das 3:0 nach einer guten Stunde für die Sektion Westside war eine Kopie der vorangegangenen Tore: Ball von außen in die Mitte, nirgendwo ein ernsthaft geführter Zweikampf und dann passiert es. Zum Drüberstreuen noch das 4:0 in Minute 71 für die Hausherren – erneut Gerhard Schiesterl, diesmal vom Elfmeterpunkt.

Fazit: Der Ausflug ins idyllische Vösendorf hat sich mal wieder überhaupt nicht ausgezahlt. Schwamm drüber, wie sagt man so schön: In every man’s life, there comes a time, when you get struck by the arrow of cupid. Auf in den nächsten Kampf gegen die Union aus Josefstadt! Montag, 24.9. um 20 Uhr in der Gruam! Auf geht’s Cover, ich kenne nichts das so schön ist wie du!

15.09.2018 | DSG-Liga | 2. Runde
Sektion Westside vs SC Cover-Direct 4:0 (2:0)
Vösendorf

WFV-Spielbericht

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