Inter vs. Cover – das Duell zweier Titelkandidaten

Inter Leopoldau vs. SC Cover-Direct, dieses Duell hat sich seit dem Wiederaufstieg von Inter zu einem regelrechten Klassiker etabliert. In der gesamten DSG gibt es wohl wenige Duelle, die ähnlich hochklassig sind. Ein kurzer Rückblick in die Geschichte.

Inter Leopoldau war das DSG-Team schlechthin der 80er Jahre. Die Liga hatte man dominiert und feierte zwischen 1983 und 86 gar vier Meistertitel en suite. Nach dem Titel Nummer 11 im Jahr 2000 musste man allerdings länger auf die nächsten Erfolge warten, bedingt natürlich durch den Umstieg in das ÖFB-Ligensystem. In der Spielzeit 2013/14 gelang dann wieder der Aufstieg in die DSG-Liga. Und dieser Aufstieg war ein regelrechter Krimi: Inter lieferte sich ein packendes Fernduell um den Aufstieg in der Unterliga A mit DSG ASG und konnte dieses erst am letzten Spieltag für sich entscheiden: Ein 2:1 im letzten Saisonspiel gegen FC Billroth bedeutete schlussendlich den Aufstieg. Philipp Stepanek schoss Inter mit dem 2:1 in Minute 89 ins Oberhaus. Der Jubel kannte am Nord-Wien-Platz keine Grenzen.

The Big 3
Mit der Rückkehr von Inter begann in der 1. Liga eine neue Zeitrechnung. Seit dem Wiederaufstieg bildet Inter gemeinsam mit Cover und der SG Südtirol die „Big 3“. Diese drei Teams gelten als die konstant besten Teams, mit hohen Ansprüchen und fantastischen Kickern in ihren Reihen – wenngleich der Rest der Liga unaufhörlich aufholt und es wohl nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sich ein neuer Meister in die Geschichtsbücher einträgt.

Inter vs. Cover – die Wiederauferstehung eines Klassikers
Bewusst wird hier nur kurz auf die Geschichte des Duells nach dem Wiederaufstieg eingegangen – davor waren einfach andere Zeiten im DSG-Fußball. Dennoch ist es natürlich die Wiederentdeckung eines traditionsreichen Duells im DSG-Universum. Bereits im ersten Jahr nach Inters Rückkehr, konnte man den besonderen Esprit, den dieses Match umgibt, deutlich spüren.

Am 6. Spieltag der Saison 14/15 traf man erstmals aufeinander. Am wunderbaren Naturrasen am Jedlersdorfer Platz war für Cover nix zu holen. Die Gastgeber machten früh alles klar, Oliver und Patrick Bauer besorgten nach 22 Minuten zeitig den Endstand. In diesem Spiel gab übrigens der mittlerweile zur Vereinslegende aufgestiegene Danny Meuthen sein Debüt.  Etwas besser verlief für Cover das Rückspiel, wenngleich sich die Geschichte eines frühen 0:2-Rückstands wiederholte. Nach einer Stunde lag man in der Gruam sogar mit 0:3 zurück, ehe die wackeren Wölfe eine Aufholjagd starteten: Meuthen (61.), Ivanov (70., Strafstoß) und abermals Meuthen (78.) retteten für den SCCD noch einen Punkt.

Am Ende der Saison für beide zu wenig um in den Titelkampf einzugreifen. Die Südtiroler waren 2015 zu souverän und holten sich die Schale.

2015/16: Inter wird bei Cover Meister
Auch 2015/16 konnte Cover nicht entscheidend in den Meisterkampf eingreifen. Noch viel schlimmer: Mit einer 3:2-Niederlage in der heimischen Gruam, musste man am vorletzten Spieltag Inter sogar im eigenen Wohnzimmer zum Titel gratulieren. Dabei konnte man die Meisterentscheidung lange rauszögern, Heimer und Sniesko drehten eine frühe Leopoldau-Führung in ein 2:1. Erst gegen Ende verließen uns die Kräfte und 50 mitgereiste Leopoldau-Fans durften doch noch ein 3:2 und den ersten Titel seit 2000 feiern. Es war der 12. Meistertitel für den Rekordmeister.

Bereits im Hinspiel war es ein Duell auf Augenhöhe. Killer brachte Inter zweimal in Führung, doch Rome und Brouczek konnten jeweils ausgleichen und so durften wir einen Punkt aus dem Norden Wiens entführen.

2016/17: Endlich ein Sieg
Bereits in Runde drei kam Inter Leopoldau in die Gruam und es wurde ein höchst intensives Spiel. Am Ende gab es trotz zahlreicher Chancen unsererseits ein 0:0, Inter-Keeper Alexander Bock hielt seiner Mannschaft den Punkt fest.

Ganz anders das Rückspiel, wo selbst Bock einer heroisch anstürmenden Cover-Mannschaft nichts mehr entgegensetzen konnte: Ein klarer 3:0-Sieg wurde aus Leopoldau entführt. Ein doppelter Ibel und Krüger fixierten bereits vor dem Seitenwechsel den Endstand. Es dauerte also bis zum sechsten Duell, ehe wir gegen Inter Leopoldau nach deren Rückkehr endlich den langersehnten Dreier einfahren konnten.

Titelfavoriten Nr. 1
So lange soll es natürlich bis zum nächsten Sieg nicht dauern, wenngleich Inter stets schwierig zu bespielen ist. In die Saison 2017/18 gehen beide freilich als Titelfavoriten, wenngleich sowohl wir, als auch Leopoldau am 1. Spieltag zu kämpfen hatten: Während wir uns gegen die Internationals zu einem 3:2 plagten, gewann Inter Leopoldau das Auftakt-Spektakel gegen Südtirol mit 7:6. In diesem Wahnsinnsspiel lag Inter bereits 0:3 bzw. 1:4 zurück, kam in der ersten Minute der Nachspielzeit dann noch zum 7:6-Treffer durch einen Strafstoß.

Egal wie das Spiel endet, es wird auf alle Fälle ein Fußballleckerbissen – ein Spiel, auf das sich die Fans bereits freuen dürfen!

Die Spiele seit der Saison 2014/15 im Überblick:

Saison 14/15 – SG Südtirol Meister, SCCD 4., Inter Leopoldau 6.
13.10.2014, Liga 6. Runde
Inter Leopoldau : SC Cover-Direct 2:0 (2:0)
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27.4.2015, Liga 17. Runde
SC Cover-Direct : Inter Leopoldau 3:3 (0:2)
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Saison 2015/16 – Inter Leopoldau Meister, SCCD 5.
16.11.2015, Liga 10. Runde
Inter Leopoldau : SC Cover-Direct 2:2 (2:1)
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30.05.2016, Liga 21. Runde
SC Cover-Direct : Inter Leopoldau 2:3 (1:1)
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Saison 2016/17 – SCCD Meister, Inter Leopoldau 2. bzw. 3.
26.09.2016, Liga 3. Runde
SC Cover-Direct : Inter Leopoldau 0:0
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20.03.2017, Liga 14. Runde
Inter Leopoldau : SC Cover-Direct 0:3 (0:3)
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