Jaulende Wölfe werden doch nicht gezähmt!

Am vergangenen Montag fand unser zweites Heimspiel in der Saison gegen Union Josefstadt statt. Unser Team war sich der Schwere bewusst, da der Gegner sowohl aufgrund des Aufstiegs als auch seiner bisherigen Sieglosigkeit top motiviert war.

Wir begannen äußerst nervös, hatten viele Abspielfehler im Aufbauspiel und agierten zudem behäbig und spielten den Ball oft einige Momente zu spät zum eigenen Mitspieler. Ob das an dem teilweisen Flutlichtausfall oder einfach einem schlechten Tag lag, wurde auch im Nachhinein nicht mehr herausgefunden. So war es ein nicht sehr attraktives Spiel, in dem unser Gegner gefährlicher wirkte und der Spielplan eben jenes um einiges besser umgesetzt wurde. So bedurfte es einer Einzelaktion, das Spiel zumindest vorübergehend in unsere Richtung zu lenken.

Erik, immer wieder Erik
Erik Muckenschnabel, der bis jetzt in jedem Spiel in dem er spielte erfolgreich war, kam an der 16er Grenze zum Ball und überspielte die gesamte Defensive von Union Josefstadt. 1, 2, 3, 4, 5 Gegner ließ er hinter sich und schloss eiskalt mit links ab.

Doch auch das 1:0 sollte nicht helfen. Muckenschnabel, seines Zeichens, was man bis jetzt intern im Verein nicht wusste, auch als Schreihals bekannt, brüllte quer über den Platz und war die Inkarnation der Unzufriedenheit von unseren Wölfen. Nach einer Ecke, bei der Vereinslegende Thomas Heimer zuvor den Plan hatte, die Torauslinie zu überspielen, anstatt den Ball sprichwörtlich „rauszudreschen“, kassierten wir den durchaus verdienten Ausgleich. So ging es in die Pause.

Danny is back in town!
In eben jener zeigte der zurückgekehrte verlorene Sohn Danny Meuthen seine Qualitäten aus einem Mix von Jürgen Klopp, Pep Guardiola und Roman Mählich und gab eine Halbzeitansprache, die nur wenige Minuten nach Wiederbeginn ihre Wirkung zeigen sollte.

Flo Groiss: Der Held mit dem Kopf eines kleinen Kindes
Nachdem wir kurz nach der Pause das 1:2 durch einen herrlichen Kreuzeckschuss von Martin Mehrwald, den man heute morgen aufgrund seines Traumtors immer noch feiernd in der Nähe der Stadtbahnbögen fand, hinnehmen mussten, drehte unser Team auf und zeigte deutlich mehr Aggressivität, Teamgeist und auch Spielwitz. Man drehte durch die Wunderwaffe Flo Groiss den Spieß um. Zuerst war unser Co-Captain urplötzlich im Strafraum zu finden und schloss eiskalt ins linke untere Eck ab. Am Ende entschloss er sich noch den absoluten Helden zu spielen und rannte, nachdem Danny Meuthen im 16er gefoult wurde, dem Ball hinterher wie ein Kind, das das Weihnachtsglöckchen läuten hört. Angetreten um den Elfmeter zu schießen, verwandelte er trocken zum 3:2.

Wir hätten noch zum 4:2 erhöhen können, nachdem sowohl Erik Muckenschnabel und Siniša Dukic alleine vor dem Tormann auftauchten. Problem war nur, dass keiner von beiden den Ball hatte, da unser torgeiler und –süchtiger Stürmer Dodo Brouczek sich dafür entschied solange auf den Tormann zuzulaufen, bis der Winkel zu klein war und jenen nur mehr abzuschießen zu können. Ein Stürmer muss tun was ein Stürmer tun muss.

 

Fazit: Ein Moralsieg, der unschön erreicht wurde und unserem Team hoffentlich Motivation und Selbstvertrauen für die kommenden Spiele gibt.

 

DSG-Liga | 3. Runde | 24.09.2018
SC Cover-Direct vs Union Josefstadt 3:2 (1:1)
Gruam

WFV Spielbericht

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