#roadtohappel: Torfestival bringt uns in 3. Runde!

Zugegeben: Der Respekt war da. Schließlich hatte der Gegner, der vermeintlich Kleine, die gleiche Statistik wie wir. Mit acht Siegen und drei Remis nennt sich Irreal St. Leopold ebenso Herbstmeister. Freilich zwei Etagen tiefer, in der DSG Unterliga B, doch der Cup…

…hat immer seine eigenen Gesetze. Das mussten in der 2. Runde des diesjährigen DSG-Cup andere Teams aus der Liga bereits schmerzlich erfahren: Neben den Lions schied auch die SG Südtirol gegen einen unterklassigen Verein aus. Man wusste um die Wichtigkeit des Spiels in der 2. Cup Runde, durfte man sich schließlich auf dem #roadtohappel keine Fehler erlauben und dem „Favoritensterben“ wollten wir natürlich ein Ende bereiten. Der Start dazu war denkbar schlecht, denn die Spielvorbereitung war klassisch für den Sonntagnachmittag (Bälle vergessen, Dressen fast vergessen, Schlüssel für den Platz geglaubt gehabt zu vergessen…). Am Feld dann auch eine böse Überraschung gleich zu Beginn: Die Gäste spielten einen Angriff, dem wir in der Defensive nichts entgegenzusetzen hatten. 0:1 nach neun Minuten. Na bravo. Die Ängste, dass die Partie zur ordentlichen Zitterpartie werden würde, schienen sich zu bestätigen.

Doch nur wenige Augenblicke nach der kalten Dusche, schlug der ebenso kaltschnäuzige Rome zurück: 1:1 nach einem, nun ja, ästhetisch nicht unbedingt herausragenden Tor (14.)*. Egal, es half uns brutal ins Spiel zu finden. Danach übernahmen wir konsequent das Kommando und nach 27 Minuten verwertete Heimer aus spitzem Winkel nach einer feinen Flanke von Groiss aus dem Halbfeld – da hätte er aber eigentlich abspielen müssen. Ibel nach einer feinen Einzelleistung (29.) und Meuthen (31.) nach schönem Kombinationsspiel bauten die Führung binnen kürzester Zeit auf 4:1 aus. Innerhalb von vier Minuten hatten wir drei Tore erzielt und katapultierten uns auf die Siegerstraße. So muss das.

Wir wären nicht wir, würden wir es aber nicht noch einmal spannend machen: Nach Unachtsamkeiten kam der Gegner noch einmal mit 4:2 heran, Alfred Dahlmann (37.) netzte ein – unseren zaghaften Hand/Abseits/Kein Tor-Protesten zum Trotz. Kurz darauf verballerten die Irrealis noch eine dicke Chance – das war es dann aber auch schon wieder mit Druck der Gäste. Ibel machte mit seinem zweiten Tor den Sack noch vor der Pause zu: 5:2 der Halbzeitstand. Das roch schon fast nach Borussia Dortmund gegen Legia Warschau.

Der zweite Durchgang ist eigentlich schnell zusammengefasst: Irreal konnte nicht mehr zulegen, wir spielten eher gemächlich und bald war allen bewusst, dass dieses Spiel gelaufen ist. Mehr oder weniger locker kamen wir noch zu weiteren Treffern: Joker-Ivanov mit einem kleinen Schmankerl (57.) und „Fighting-Jollo“ (62.) machten auch für die letzten Zweifler alles klar und erhöhten im Doppelpack auf 7:2.

Vereinzelt fühlten sich in der Schlussphase einige Spieler des Gegenübers dazu berufen, diverse Sachen (wie z.B. nicht erfolgreich durchgeführte Gurkerl-Versuche) zu kompensieren und fielen durch stark erhöhte Einsatzbereitschaft auf. Ob es tatsächlich Spieler des gegnerischen Vereins waren, ist allerdings nicht mehr rekonstruierbar.

Als gesichert gilt, dass wir gegen Ende des Spiels nochmal aktiv am Ergebnis bastelten: Zunächst verwertete Joker und Konterstürmer Ludescher (81.), ehe Havlik (84.) nach einem Standard mit einem seiner seltenen Kopfballtore aufzeigte – es war das dritte Tor im Spiel nach einem Groiss-Freistoß. Ein schöner Abschluss einer hervorragenden Herbstsaison.

Fazit: Die anfängliche Unsicherheit war bald abgelegt, die Cover-Dampfwalze kam danach ziemlich gut ins Rollen. Acht verschiedene Torschützen in einem Spiel sind eventuell sogar Vereinsrekord und zeugen von einer unglaublich flexiblen und gefährlichen Offensiv-Power. Diese Mannschaft hat sich im Herbst so stark präsentiert, dass es im Frühjahr eigentlich nur ein Ziel geben kann: Den Gewinn des Doubles. Come on Cover!

 

* Aufgrund einiger Leserbriefe sehen wir uns hier zu einer Korrektur gezwungen, denn das Tor hat sich offenbar etwas anders als bisher angenommen zugetragen. Folgende Darstellung entspricht haargenau der Realität: Flo Groiss #15 tritt zum Freistoß an. Traumhafte Flanke aus dem Fußgelenk (wohlgemerkt mit den arrogantesten Tretern in ganz Wien) auf den Fuß von Jeremy Rome, der im Stil von Jay Jay Okocha drei Leute frisch macht und die Kugel unten links versenkt.

 

DSG-CUP 2016/17 | 2. Runde | 27.11.2016

SC Cover-Direct vs. Irreal St. Leopold 9:2 (5:2)
Gruam

SCCD spielte mit: Bielowski; Salas Campos (55., Ivanov), Heimer, Kasmannhuber, Spinka; Rome; Groiss, Havlik, Pawlowski, Meuthen (75., Ludescher); Ibel (46., Baumann)

Unsere Besten: Heimer, Rome, Meuthen

Torfolge:
0:1: Christoph Hellmann (9.)
1:1: Jeremy Rome (14.)
2:1: Thomas Heimer (27.)
3:1: Caspar Ibel (29.)
4:1: Daniel Meuthen (31.)
4:2: Alfred Dahlmann (37.)
5:2: Caspar Ibel (43.)
6:2: Mario Ivanov (57.)
7:2: Johannes Pawlowski (62.)
8:2: Michael Ludescher (81.)
9:2: Philipp Havlik (84.)

WFV-Spielbericht

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