Starker Beginn, Durchhänger, souverän heimgespielt.

Nervenaufreibende 90 Minuten enden schlussendlich mit unserem zweiten Saisonsieg im Schuhkarton Hopsagasse. Siebenmal klingelte es im Tor der Gastgeber, die zwischenzeitlich eine Aufholjagd einlegten.

Die Vorzeichen standen schlecht: Sonntag, nicht gerade unser Lieblingstermin, und dann auch noch am Kleinfeld der Hopsagasse. Dafür war die Motivation hoch, im vierten Saisonspiel den zweiten Sieg einzufahren. Und enthusiastisch starteten wir in die Partie: Unser neuer Dreizack im Sturm, Brouczek-Ibel-Meuthen, der sogenannte BIM-BIM-Express, sorgte ordentlich für Furore. Und löste beim Gegner wohl leichte Übelkeit aus. Nach neun Minuten holte Meuthen zum ersten Streich aus, netzt eiskalt zum 1:0.

Keine Verschnaufpause für die monfalcon’sche Abwehrreihe, die sich diesen Namen in den ersten 15 Minuten so eigentlich gar nicht verdient hatte: Brouczek stellte nur 60 Sekunden nach dem Führungstreffer auf 2:0. Dann eine weitere Sternstunde unseres DJ Dodettas: Ein sensationeller Pass über das ganze Halbfeld zum sehr aktiven Ibel, der kurzerhand einen Knoten in die gegnerischen Beine schraubt und im Stile eines Klassestürmers zum 3:0 versenkt – wie einst Uwe Seeler, einfach klasse! Drei Minuten, drei Tore – für uns der reinste Spaß, für Monfalcone der Titel einer Tragödie.

Doch höchster Respekt: Manche Teams würden sich nach diesem kapitalen Fehlstart wohl aufgeben und sich dem Schicksal fügen. Nicht so die tapferen Monfalconer, die dann anfingen fußballzuspielen. Und das nicht schlecht. Die Abwehr wurde stabiler, die Offensive gefährlicher. Nach etwas mehr als 30 Minuten dann aber doch irgendwie aus dem Nichts das 1:3. Wir schliefen etwas bei einem Freistoß und Joel Herrnstadt nutzte die Gunst der Stunde um im unteren Eck zu versenken.

Jetzt begann bei uns ein wenig das Nervenflattern, und wohl auch beim Schiri. Nicht anders ist es zu erklären, dass Herr Edelmann (sonst solide) nach 41 gespielten Minuten auf den Punkt zeigte. Leon Herrnstadt ließ sich die gottgegebene Chance nicht nehmen, versenkte zum 2:3. Jetzt ging doch ein wenig die Panik um, glücklicherweise wurde zur Halbzeit gepfiffen.

Doch auch nach dem Seitenwechsel eine vollkommene Lähmung unsererseits. Nur Sekunden nach dem Wiederbeginn das 3:3. Kurze Zeit später der totale Schock: Wieder Elfmeter für Monfalcone. Wieder Leon Herrnstadt. Die Chance von 0:3 auf 4:3 zu drehen. Latte. Nachschuss. Tor. Ein Pfiff. Kein Tor.

 

Durchatmen.

 

Was war da los? Ein schon sicher gewonnenes Spiel wird zur Zitterpartie? Was soll der Scheiß?! Jungs, reißt euch zusammen!

Und wir taten es. Langsam kamen wir von komplett neben der Spur wieder ein wenig in annehmbare Bahnen hinein. Zögerlich gelangen uns auch wieder Offensivaktionen. Die Befreiung kam aber erst durch eine Standardsituation. Ein abgelenkter Groiss-Corner springt auf das Heimer’sche Knie und von dort senkt sich der Ball wunderschön in die Ecke. Wie gemalt. Jetzt hatten wir wieder die Oberhand und dominierten das Spiel. Havlik. 20 Meter. Unhaltbar in die Ecke. Der Bann war gebrochen, Meuthen erhöhte auf 6:3.

Das kitschig-schöne Ende: Michael Ludescher verwandelte in der 89. Minute einen Elfmeter zum Endstand von 7:3 – sein erstes Pflichtspieltor seit dem 06.03.2011. Damals traf Big Mike in Minute 66 zum zwischenzeitlichen 3:1 gegen die Bierstube (Endstand 3:2 – der Spielbericht zum Nachlesen: HIER). Der verdiente Lohn für unsere Nummer 17, nach monatelanger harter Arbeit am Comeback!

Fazit: Fazit: Tja, ein klassisches Schuhkarton-Spiel in der Hopsagasse. Genialer Start, extremer Durchhänger der so nicht passieren darf und am Ende dann doch ein eindeutiger Sieg. Hätte auch anders kommen können, aber dafür waren wir individuell einfach stärker als Monfalcone. Gegen Hietzing muss eine Leistungssteigerung her. Dringend.

AS Monfalcone vs. SC Cover-Direct 3:7 (2:3)
Hopsagasse

SCCD spielte mit:
Bielowski; Salas Campos, Heimer, Ludescher, Kasmannhuber; Groiss, Rome; Ivanov; Ibel, Meuthen, Brouczek.

Unsere Besten: Rome, Meuthen, Ibel

SCCD-Tore:
0:1: Daniel Meuthen (9.)
0:2: Dominik Brouczek (10.)
0:3: Caspar Ibel (11.)
3:4: Thomas Heimer (67.)
3:5: Philipp Havlik (76.)
3:6: Daniel Meuthen (85.)
3:7: Michael Ludescher (Strafst., 89.)

WFV-Spielbericht

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