Wir spielen im Happel-Stadion!

Was soll man denn noch groß sagen? Wir spielen im Ernst-Happel-Stadion! Gibt es irgendwas, das diese unfassbar schöne Tatsache umschreiben kann? Lohnt sich da überhaupt noch ein Spielbericht? Liest das eigentlich irgendeine Sau? Es ist wirklich scheißegal… Wir spielen im Happel!

Der Form halber aber schon ein paar Zeilen zum Ereignis des vergangenen Donnerstags: Der Beginn war etwas verhaltener als noch im Liga-Spiel drei Tage vorm Cup-Halbfinale. In einem Champions-League-Finale würde der Reporter sagen: „Man sieht den Teams an, dass es um sehr, sehr viel geht.“ Doch muss man fairerweise sagen, dass es in einem DSG-Cup-Halbfinale dann doch um viel mehr geht.

Gefahrenherd macht 0:1
Alberto Ferreres Santana, Torpedische Neuverpflichtung im Winter, setzte uns anfangs recht zu. Sau schneller Typ und hat einen satten Abschluss. Ein wenig Lucas Moura war da zu erkennen. Auch wenn ihn Phil und Timbo mit Fortdauer des Spiels absolut unter Kontrolle brachten, war er ständiger Gefahrenherd. Nachdem er zunächst zwei Chancen versemmelte, köpfte er in Minute 30 zur 1:0-Führung für Torpedo. Zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient, denn die Gelb-Grünen hatten mehr Spielanteile.

Bereits wenige Minuten zuvor mussten wir einen herben Rückschlag hinnehmen, als Danny M mit muskulären Problemen vom Feld musste. Für Spieler und rund 50 Schlachtenbummler eine bittere Pille. Kasi, der aufgrund einer unfassbaren Kaderbreite nur auf der Bank saß, kam und lieferte wie immer spitzenmäßig ab. Mit dem Gegentor wachten wir dann auf, verfielen nicht in Schockstarre, sondern nahmen nun das Spiel in die Hand. Chancen waren auf beiden Seiten eher Mangelware, sodass es mit einem 0.1 in die Kabinen ging. In den Katakomben dann Hiobsbotschaft Nr. 3: Michi musste vom Feld. Er hatte sich bei seiner Geburtstags-Salsa-Polonaise in der Arbeit etwas am Oberschenkelmuskel eingefangen.

Dominanz pur
Obwohl der 1. Durchgang nicht schlecht war, mussten wir noch ein Schauferl drauflegen. Und wir lieferten. Von vorne bis hinten gab es herausragende Leistungen zu sehen. Die Abwehr und Max ein Bollwerk, das Zentrum sowieso genial, die Flügel (Sinisa und Joe, geile typen!) vor allem kämpferisch herausragend und vorne die Nr. 15 wie immer einsame Klasse.

Torpedo konnte sich kaum noch befreien und der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit. Er wollte allerdings nicht gelingen und es musste nach 75 Minuten ein Elfmeter her: Caspar (ja genau, DER Caspar Ibel!) tankte sich in den Strafraum und war nur mehr mit einem Foul zu bremsen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Etienne sicher und relativ humorlos. Da es keine Seite vermochte ein Tor in den verbliebenen 15 Minuten zu erzielen, musste eine Entscheidung per Penaltyschießen her.

Im Elfern schlug dann die Stunde zweier ganz besonderer Helden: Zunächst hielt Max einen stark geschossenen Elfer von Alejandro Del Barrio Duque ehe, Phil den entscheidenden Elfmeter unhaltbar ins Eck versenken konnte. Der Jubel kannte keine Grenzen, der Aufstieg ins Finale, der Traum vom Happel, es wurde Wirklichkeit!

 

DSG Cup Halbfinale, 9.5.2019
SC Cover-Direct vs Topredo 6:5 i.E. (1:1, 0:1)
Marswiese

SCCD spielte mit:
T          Maximilian Ostermann
03        Tim Baumann
04        Tobias Steinbach
06        Johannes Pawlowski
08        Philipp Havlik
09        Michael Sauer HZ.: Thomas Heimer)
11        Daniel Meuthen (29.: Stefan Kasmannhuber)
15        Caspar Ibel
16        Etienne Kästner
18        Sinisa Dukic
23        Mario Ivanov (K)

Tore:
0:1: Alberto Ferreres Santana (30.)
1:1: Etienne Kästner (Strafst., 75.)

 

WFV-Bericht

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