Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu

Der Autor dieser Zeilen war beim Spiel nicht dabei. Da sich allerdings sämtliche Anwesenden weigerten einen Spielbericht zu verfassen, blieb keine andere Möglichkeit als ein literarischer Blindflug. Viel Spaß.

Nun denn. Wenn man das Spiel nicht gesehen hat, kann man sich tatsächlich mal berechtigterweise die Frage stellen: „Wo um Himmels Willen fang ich nur an?“ Vielleicht beim Wetter. Der gefühlt achtzehnte Wintereinbruch in Österreich verwandelte den Kendlerstraßen-Ground in eine perfekt für Christof Innerhofer präparierte Piste.

Rückstand und Ausschluss
Entsprechend fand Südtirol von Beginn an besser ins Spiel. Geistig haben wir wie immer den Start verschlafen, zusätzlich gehemmt waren wir vermutlich aufgrund des Dressen-Gates. Nach einigen Kleinchancen nutze Daniel Bonamico, im Sommer von Marswiese zu den Weinroten gestoßen, den ersten größeren Sitzer auch gleich zum 1:0. Zwanzig Minuten waren da gespielt.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Capitano Joe bereits eine gelbe Karte kassiert. Immerhin besser als ein blauer Brief. Dennoch eher ungünstig wie sich spätestens in Minute 31 herausstellen sollte. Ein erneutes (zweites) Foul bedeutete da nämlich eine weitere Karte und somit den Platzverweis. Eher unverständlich alles, aber war zu akzeptieren. Wir zeigten ja bereits gegen Leopoldau, dass wir in Unterzahl eigentlich stärker sind. Dass der an der Aktion beteiligte Südtiroler ebenfalls Gelb sah, kann man deuten wie man will.

Keine Trotzreaktion
Im Gegensatz zum Heimspiel gegen Inter konnten wir zu zehnt aber nicht zulegen, sondern ließen uns ein wenig die Schneid abkaufen bzw. verstrickten uns emotional in Kleinigkeiten. Wir zeigten keine „jetzt erst recht“-Haltung. Logische Folge das 2:0 durch Leander Grossgasteiger kurz vor dem Halbzeitpfiff. Erneut mit 0:2 in die Kabine. Großartig.

Folie der alte Haudegen
Zur Pause brachte der Gastgeber-Coach Simon Folie, den Evergreen im Trikot der SGS. Eben dieser Folie war in Minute 54 nicht zu halten und bescherte das 3:0. Die Vorentscheidung, der 20 Minuten später aus einem Elfmeter (erneut Folie) mit dem 4:0 die Entscheidung folgte. Postwendend folgte zwar durch Casse Kasabian (ebenfalls aus einem Penalty) der Ehrentreffer. Doch das war dann nur noch Ergebniskorrektur.

Aus der Welt des Fußballs
Ähnlich abgewatscht wie wir wurde zuletzt übrigens auch Austria Salzburg. Im prestigeträchtigen Stadt-Derby unterlagen die Violetten den Blau-Gelben des SAK 1914 mit 1:5. Die Gäste aus Nonntal traten dabei nicht einmal in Bestbesetzung an, Star-Keeper Florian Soder wurde beispielsweise für höhere Aufgaben geschont.

In London fand zuletzt ebenfalls ein packendes Derby statt. Fulham FC empfing die Queens Park Rangers. Die Rollen waren klar verteilt und erwartungsgemäß führte FFC schnell mit 2:0. Der Schock für die Hausherren kam im wunderbaren Craven Cottage kurz vor der Pause, als QPR verkürzte. Im zweiten Durchgang wandelte sich das Spiel und die Rangers, angefeuert von 2.000 total Verrückten im Away-Sektor, drückten auf den Ausgleich. Dieser fiel auch, zur Freude des stimmgewaltigen Auswärtsblocks. Endstand 2:2 im Prachtbau an der Themse – für Fußballliebhaber ein herrlicher Ground.

SG Südtirol vs SC Cover-Direct 4:1 (2:0)
Red Star Platz

SCCD spiele mit: Bielowski; Sniesko, Steinbach, Heimer, Sauer; Ivanov, Pawslowski; Kästner, Meuthen; Ibel, Karus.

Die Besten: Havlik, Groiss, Ludescher

Torfolge:
1:0: Daniel Bonamico (20.)
2:0: Leander Grossgasteiger (43.)
3:0: Simon Folie (54.)
4:0: Simon Folie (Strafst., 74.)
4:1: Caspar Ibel (Strafst., 75.)

WFV-Spielbericht

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